Cross Oder: Schiffsfahrten ab Stettin werden zum touristischen Erfolg
15.09.2026
Fast 1.800 verkaufte Tickets, 18 Fahrten und nahezu voll besetzte Schiffe: Die erste Saison von Cross Oder hat gezeigt, dass eine Schiffsverbindung zwischen Stettin (Szczecin), Mescherin und Gartz eine attraktive Möglichkeit sein kann, die deutsch-polnische Grenzregion zu entdecken. Die Route führt dabei durch eine der landschaftlich interessantesten Regionen – das Untere Odertal.
Für die 18 Fahrten standen insgesamt 1.800 Tickets zur Verfügung. Am Ende waren 1.782 Passagiere an Bord der „Sedina“. Außerdem wurden 162 Fahrräder mitgenommen. Besonders gefragt waren Hin- und Rückfahrkarten. Auch Familien mit Kindern nutzten das Angebot – sie machten rund zehn Prozent der Reisenden aus.
Stettin, die Oder und die deutsch-polnische Grenzregion
Cross Oder war mehr als eine klassische touristische Schifffahrt. Das Projekt verband Stettin mit Mescherin und Gartz und machte die Oder selbst zum grenzüberschreitenden Reiseweg. Durch die Möglichkeit, Fahrräder mitzunehmen, ließ sich die Fahrt zudem mit einer Radtour auf deutscher oder polnischer Seite kombinieren.
Zu den größten Attraktionen gehörte die Landschaft des Unteren Odertals. Teilnehmer der Zufriedenheitsbefragung schätzten insbesondere die Möglichkeit, Natur und Landschaft vom Wasser aus zu beobachten. Positiv bewertet wurde auch die entspannte Urlaubsatmosphäre an Bord.
Damit waren die Fahrten nicht nur für Besucher von Stettin interessant. Auch für Einwohner der Grenzregion bot Cross Oder eine Möglichkeit für einen Tagesausflug. Gleichzeitig zeigt das Projekt, dass Stettin als Ausgangspunkt für Reisen in die gesamte deutsch-polnische Oderregion dienen kann.
Auch zusätzliche Fahrten waren gefragt
Aufgrund der großen Nachfrage wurden zusätzlich kommerzielle Fahrten dienstags und donnerstags angeboten. Sie erreichten eine Auslastung von 80 bis 85 Prozent und wurden von fast 1.300 Passagieren genutzt.
Auch die Tourismus- und Hotelbranche nahm das Angebot positiv wahr. Solche Verbindungen können das touristische Angebot Stettins ergänzen und Besucher dazu bewegen, länger in der Stadt zu bleiben und einen zusätzlichen Tag für das Untere Odertal und die deutsche Grenzregion einzuplanen.
Die erste Cross-Oder-Saison hat damit das touristische Potenzial der Oder als verbindendes Element zwischen Polen und Deutschland sichtbar gemacht. Nun folgt die Auswertung des Projekts. Die hohe Nachfrage zeigt jedoch bereits, dass die Kombination aus Schifffahrt, Naturerlebnis und Fahrradtour bei Besuchern auf großes Interesse stößt.
